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20.07.2016

Ziegert-Gruppe mit neuem Geschäftsfeld - Beteiligungsgesellschaft übernimmt Vorverkaufsquote

Die Ziegert-Gruppe hat ihr Leistungsportfolio für Investoren und Projektentwickler um einen weiteren Baustein erweitert. Die für eine Bankenfinanzierung erforderliche Vorverkaufsquote kann künftig von der Ziegert Beteiligungs GmbH, eine 100-prozentige Tochter von Ziegert Capital, abgelöst und übernommen werden. „Im Falle eines Einzelverkaufs der Wohnungen muss der Entwickler künftig nicht mehr warten, bis die von der finanzierenden Bank erforderliche Vorverkaufsquote erfüllt ist“, sagt Tarek Abdelmotaal, Vorstandsvorsitzender und Gründer von Ziegert Capital. „Entweder erwerben wir bei ausgewählten Projekten eine Anzahl an Wohnungen vor Vertriebsstart, oder wir verpflichten uns zur Abnahme überzähliger Wohnungen, die bis zur Fertigstellung nicht verkauft wurden.“ Ein Weiterverkauf der Wohnungen erfolge erst nach Fertigstellung, jedoch in der Regel nicht vor Abverkauf des Projekts.

Attraktiver Exit für Bauträger

Die Ziegert-Gruppe will dadurch einerseits zusätzliche Aufträge für den Einzelverkauf gewinnen und andererseits den von Ziegert Capital betreuten Family Offices und institutionellen Investoren weitere Investitionsmöglichkeiten bieten. Seit etwa zwei Jahren bietet Ziegert Capital deshalb bereits Mezzanine-Finanzierungen für Projektentwicklungen an. Bislang wurden acht Tranchen mit einem Volumen von zusammen etwa 30 Millionen Euro vermittelt. „Damit haben wir für die Ziegert-Gruppe Alleinvermarktungsaufträge von nahezu 500 Millionen Euro gesichert“, so Abdelmotaal.

Investoren profitieren von Abschlägen und Preissteigerungen

Die Investoren der Beteiligungsgesellschaft dürfen laut Abdelmotaal beim Kauf der Wohnungspakte mit Nachlässen von etwa 10 Prozent vom Listenpreis rechnen. Sollte das Bauvorhaben nicht wie geplant fertig gestellt werden, so ist ein Schaden für die Ziegert Beteiligungs GmbH nahezu ausgeschlossen, da die Zahlungen der Kaufpreise erst nach Fertigstellung der Wohnungen erfolgen. Somit bindet die Ziegert Beteiligungs GmbH lediglich die Kaufnebenkosten während der Bauphase, etwa die Grunderwerbsteuer und Notarkosten. Hinzu komme die Preissteigerung während der Bauperiode. „Gegenüber dem Vorverkaufslistenpreis ist erfahrungsgemäß ein Preiswachstum von 5 bis 15 Prozent realistisch.“